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Es ist entschieden, Investoren bleiben draußen. Die für den deutschen Fußball einzigartige 50+1-Regel bleibt bestehen. Darauf haben sich die 36 deutschen Profivereine mehrheitlich geeinigt.

Die 36 deutschen Fußball-Profivereine haben sich auf ihrer Mitgliederversammlung mehrheitlich für eine Beibehaltung der 50+1-Regel und damit gegen eine unbeschränkte Öffnung für Investoren entschieden.

Ein entsprechender Antrag des Zweitligisten FC St. Pauli wurde am Donnerstag in Frankfurt angenommen.

"Wichtiges Signal" für deutschen Fußball

"Allen, die es gut mit dem Fußball meinen, gefällt diese Entscheidung. Es ist ein wichtiges Signal, das davon ausgeht", sagte St. Paulis Geschäftsführer Andreas Rettig nach dem Treffen in Frankfurt.

In den nächsten Monaten solle lediglich darüber diskutiert werden, ob die Regelung noch rechtssicherer gemacht werden kann.

Die 50+1-Regel, die es nur im deutschen Fußball gibt, sichert den Stammvereinen eine Stimmenmehrheit in den Kapitalgesellschaften. Eine Ausnahmegenehmigung besitzen nur Bayer Leverkusen, 1899 Hoffenheim und der VfL Wolfsburg.

Zuletzt hatte Martin Kind, Präsident von Hannover 96, seine Bemühungen um eine Übernahme des Bundesligisten auf Eis gelegt. Danach hatte die Deutsche Fußball Liga eine Debatte über die Zukunft der 50+1-Regel angeregt.

"Wir hatten eine lebhafte Diskussion und einen regen Austausch", berichtete DFL-Präsident Reinhard Rauball.

Rauball hatte schon vor Beginn der knapp fünfstündigen Sitzung erklärt: "Die 50+1-Regel gehört zu den Grundsätzen, die den deutschen Fußball stark gemacht und in der Gesellschaft verankert haben." Eine Grundsatzdebatte sei aber nötig. Diese werde nun geführt.

Große Mehrheit für Videobeweis

Mit großer Mehrheit sprachen sich die Profivereine für die reguläre Einführung des Videobeweises in der Bundesliga und eine Offline-Testphase der Technik in der 2. Liga ab der kommenden Saison aus.

"In 49 von 68 Fällen hat der Video-Assistent klare Fehlentscheidungen korrigiert und damit für Gerechtigkeit gesorgt", sagte Rauball. Die Kosten für den Technikeinsatz in der Bundesliga tragen die Vereine, der Test in Liga zwei wird von der DFL bezahlt.(miwo/cai/dpa)

Comments

  1. gina reda

    Mir wurde letzten Sonntag eine Eintrittskarte zum Spiel Leipzig- FCB für über 100,-€ angeboten! Für 46,-€ habe ich in einem beheizten Theater den "Zigeunerbaron" gesehen! Ich bin schon alllein wegen der möglicherweise ausufernden Eintrittspreise für die 50 + 1 Regel, klaro?

  2. Erwin Koslowsky

    Man fragt sich warum Bayer 04, Hoffenheim und Wolfsburg hier eine Ausnahmegenehmigung bekommen haben ? Das ist doch dann Wettbewerbsverzerrung.

  3. Peter Petersen

    Wer glaubt das ein 1. Liga-Verein (Club) ohne große Sponsoren auskommt der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann und den Osterhasen und oder an sontige Märchen. Das Geschäft Fussball ist doch schon soweit fortgeschritten, dass sich kleine Vereine nur schwer in den Ligen tun und auch keine Konkurenz sein können zu einem wie etwa der FCB hier in der Liga. Erst recht können diese Vereine international nicht konkurieren. Damit soll nicht gemeint sein, dass ich es für gut heise, das Mitglieder eines Vereins kein oder wenig Stimmrecht haben sollen, im Gegenteil. Nur es sind doch mitlerweile alles (überwiegend) Kapitalgesellschaften und die Sponsoren haben das Sagen.

  4. Wolfgang Mingram

    Es ist immer bedenklich, wenn greise Funktionäre eigene Gesetze erlassen. Soweit es sich um Unternehmen handelt, greift ohnehin das HGB und nicht irgendwelche Verbandsgesetzgebung. Das scheint einigen Leuten immer noch nicht klar zu sein. Die eingetragenen Vereine sind aber auch nicht anders zu behandeln. Und wenn es auf absehbare Zeit keine Einigung gibt, werden ganz bestimmte weitere Verbände gegründet werden. Dann haben wir ähnliche Verhältnisse im Fußball wie im Boxsport mit seinen zahlreichen Verbänden.

  5. Lorenz Stier

    .....und sonst gar nichts

  6. Markus Galuschka

    meinte BL Fähnlein natürlich, Entschuldigung....

  7. Lorenz Stier

    FC Eschelbronn

  8. Elke Rathe

    Eine Frage an die Experten: Wieso waren nur 34 Vereine stimmberechtigt? Es sind doch 36 Vereine oder hab ich irgendetwas verpasst?

  9. Markus Galuschka

    Feige und erbärmlich. Nun müssen die Deutschen Fans mit der Zweitklassigkeit der BL Vereine in Zukunft leben. Der FC Bayern wird wohl das FL Fähnlein hochhalten aber der Rest wird international bedeutungslos bleiben. Am besten noch zurück zur Exklusiven Sportschau und weg mit Kabel Deutschland und Sky brauchen wir nicht!!

  10. Horst Sturm

    Sehr Schade, ich hätte doch glatt mich bei BMG eingekauft und die dann aufgelöst... ;-))

  11. Wolfgang Kraus

    Super Entscheidung und auch ich hatte es nicht so erwartet. Alles andere wäre für den Fußball in D schlimm gewesen. Jetzt brauchen nur noch die Bayern eine ordentliche Konkurrenz. Und jetzt kommt nicht mit dem Argument, daß das ohne Investor nicht geht. Der BVB hat zig Millionen auf der Kante. Die sollen jetzt mal was draus machen!

  12. Thomas Welsch

    Ich hatte es nicht so erwartet, um ehrlich zu sein. Aber umso besser, dass diese richtige Entscheidung getroffen wurde. Gibt also doch noch eine ganze Reihe vernünftiger Menschen in den entspr. Gremien, sind nicht alles FIFA- Mitarbeiter.

  13. Arno Busch

    Ach Daniel... und Dir gleich uffn Kopp und uff die Gehirn-Zellen? Ich meine den schweren Reissack! Täte mir schon leid, bist ja wohl eigentlich ein netter Kerl? Warum bist Du für einen Ausverkauf der deutschen Bundesliga-Vereine an Investoren? Bist Du selbst ein Investor? Und welchen Verein möchtest Du "kaufen"? Oder hast Du einfach nur einen an der Waffel?

  14. Manuel Weber

    Die Sache ist für Fussball-Liebhaber nicht unwichtig - siehe andere Länder ! Aber Hauptsache seinen unnötigen Senf dazugegeben !

  15. *****

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